
Verbesserung der Effizienz bei der Glasherzlage
Bei der Herstellung von gehärtetem Glas geht es darum, die Temperatur genau richtig einzustellen, damit interne Spannungen beseitigt werden können. Das Problem ist jedoch: Die meisten Standard-Infrarotlampen sind ziemlich ineffizient. Sie strahlen Wellenlängen aus, die vom Glas entweder reflektiert oder ganz ignoriert werden. Im Grunde bezahlt man also für Energie, die eigentlich keine Wirkung hat.
Es kommt auf die Chemie an
Jeder Glastyp ist unterschiedlich. Je nachdem, welche Zusätze oder Dotierstoffe verwendet werden, möchte das Glas Energie in bestimmten Wellenlängen absorbieren. Stellen Sie sich das wie ein Radio vor: Wenn die Lampe auf 2,0 Mikrometer sendet, aber das Glas auf 3,5 Mikrometer eingestellt ist, heizt man nur die Luft im Raum auf. Das ist frustrierend und ineffizient.
Lösung: Anpassung des Lampenmaterials
Wir lösen dieses Problem, indem wir das Material des Strahlungsquells sowie die Beschichtungen der Lampe anzupassen. Dadurch wird die spektrale Ausstrahlung so gestaltet, dass sie perfekt mit dem Absorptionsmaximum des Glases übereinstimmt. Wenn die Wellenlänge mit der des Moleküls übereinstimmt, wird die Wärme schneller aufgenommen – und es entstehen keine störenden Oberflächenspannungen.
Die Kompromisse
Das ist zwar nicht „Zauber“, aber es gibt einige Dinge, die man berücksichtigen muss. Um das gewünschte Spektrum zu erreichen, müssen wir in der Regel die Quarzkapsel der Lampe modifizieren oder Interferenzbeschichtungen hinzufügen. Dadurch wird die Energierücknahme verbessert – doch dadurch kann sich auch die Wärmeableitung der Lampe verändern. Wenn wir das Absorptionsmaximum zu stark anpassen, muss man eventuell die Leistung der Lampe erhöhen, um weiterhin die gleiche Menge an Wärme zu erzeugen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Stromversorgung sowie die Kühlventilatoren die zusätzliche Belastung bewältigen können, bevor Sie mit den Anpassungen beginnen.
Anwendung im Labor
Der Vorteil ist: Diese Lampen sind als Ersatz für die vorhandenen Öfen konzipiert. Wenn die Infrarotstrahlung auf die chemischen Eigenschaften des Glases abgestimmt ist, verkürzt sich die Zeit, die zum Erreichen der richtigen Temperatur benötigt wird. Man muss nicht mehr ewig warten, bis der Kern des Glases die richtige Temperatur erreicht hat – und man überhitzt die Oberfläche auch nicht versehentlich. Es handelt sich dabei einfach um einfache Physik: Wenn die Wellenlänge zur Materialeigenschaft passt, geschieht alles schneller.