
Bei der Trocknung einer Beschichtung ist die Qualität nur so gut wie die des letzten bearbeiteten Stücks. Unausgeglichene Trocknungsbedingungen führen zu Spannungen, Löchern und einem Verlust der Haftung – dadurch steigt die Anzahl der Ausschussstücke, während die Produktionsgeschwindigkeit zurückgeht. Wir haben den Modul zur gleichmäßigen Trocknung der Beschichtung entwickelt, um diese Schwankungen auszuschließen. Es sorgt für ein wiederholbar konstantes Temperaturprofil – unabhängig von den Prozessen wie Temperieren, Biegen oder Laminieren.
Was wirklich wichtig ist
Das Modul nutzt Near-Infrared-Quarzmelder, um eine schnelle Erwärmung der Oberfläche zu erreichen – dabei wird eine minimale Konvektion bewirkt. Eine dichte Anordnung der Melder sowie eine entsprechende Reflektorstruktur sorgen für ein gleichmäßiges Wärmefeld. Dadurch bleibt die Temperatur über die gesamte Breite des Stücks nahezu konstant – in der Regel ±3%. Die Reaktionszeit ist kurz: Die volle Leistung wird bereits nach wenigen Sekunden erreicht, und das Temperaturprofil bleibt stabil, sobald sich die Transportgeschwindigkeit ändert. Das Modul passt sich an die Industriestrom- und Spannungsanforderungen an – außerdem bietet es standardisierte Befestigungsmöglichkeiten für eine einfache Integration. Die Steuerungssoftware verwendet eine geschlossene Schleife zur Temperaturregelung – dadurch bleiben die eingestellten Werte auch bei Änderungen der Produktionsgeschwindigkeit konstant.
Bei der Glasverarbeitung müssen die Trocknungsprozesse sowie die Vorkonditionierung der Beschichtung innerhalb eines engen Temperaturfensters stattfinden. Zu niedrige Temperaturen führen dazu, dass Lösungsmittel im Glas verbleiben. Zu hohe Temperaturen wiederum bergen das Risiko von thermischen Schocks oder optischen Verfärbungen. Dieses Modul erreicht schnell die gewünschte Temperatur, verkürzt somit die Bearbeitungszeit und hält ein konstantes Temperaturprofil bei verschiedenen Glasarten bei. Der Energieverbrauch sinkt, da die Wärme nur dann bereitgestellt wird, wenn sie benötigt wird – nicht ständig in einem großen Ofen. Die Vorteile sind weniger Ausschussstücke, eine höhere Erfolgsrate bei der ersten Bearbeitung sowie eine stabile Produktionsgeschwindigkeit.
NIR-Technologie
NIR-Technologie erwärmt die Oberfläche direkt – dadurch ändern sich die Absorptionswerte des Glases. Die Startprofile müssen entsprechend der jeweiligen Produktkombination angepasst werden. Klare Gläser und dunkle Beschichtungen reagieren unterschiedlich. Planen Sie daher einen kurzen Testlauf, bevor Sie das Modul einsetzen.
Das Modul ist kompakt, doch die Luftzirkulation und der Abstand zu anderen Komponenten sind weiterhin wichtig. Halten Sie die Oberfläche der Melder sauber und sorgen Sie für eine gute Kühlung – sonst kann die Gleichmäßigkeit des Temperaturprofils beeinträchtigt werden. Wir bieten voreingestellte Profile und Kalibrierungsschritte an – doch die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie das Modul an die Geschwindigkeit des Transportsystems sowie die gewünschte Temperatur anpassen.